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Noch
weit in
das 20. Jahrhundert hinein mussten sich Frauen in drahtige Korsetts
schnüren, alle paar Stunden in Ohnmacht fallen, und mehrere
Erstickungstode an einem Abend erleiden. Die befreiende Idee eines
Büstenhalters lag zwar bereits in der Luft, aber wirklich
vielsagende Dessous Modelle ließen noch lange auf sich
warten. Erst durch den Art Déco Stil und den Pariser
Modeschöpfer Paul Poiret begann der triumphale Aufstieg
unserer geliebten Luxus Dessous. Statt des bisher wulstigen Pomps
besann man sich endlich auf eine kühne Schlichtheit, gute
Passformen und die nötige Prise Sinnlichkeit. Das Luxus
Dessous als edler Lieblingsbegleiter war geboren.
Hüftgürtel
wurden entwickelt und die Röcke wurden enger und
kürzer. Obwohl der erste Weltkrieg die modische Entwicklung
zum Erliegen brachte, war kaum eine Frau dazu bereit sich wieder in
enge Korsetts schnüren zu lassen. Sie hatten bereits zuviel
Spaß und Gefallen an der neuen Freiheit und Sinnlichkeit
ihrer Luxus Dessous gefunden. Und das obwohl sie zu dieser Zeit noch
aus Leinen bestanden. Leinen konnte man waschen und war billig. So
lässt sich wahrscheinlich auch die relativ
hartnäckige Vorliebe für weiße Dessous
erklären. Wer nämlich seine Luxus Dessous oft genug
waschen konnte, dass sie weiß blieben, der war was. Und wer
gar immer noch ein sauberes Dessous zum wechseln im Schrank hatte, der
galt erst recht als was.
Wie es in den 20er Jahren weiter
ging...>>
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